70er Jahre
Gründung des KVHs Ostrava



    Die napoleonische Tradition in unserer Republik begann in den 30er Jahren. Es wurde napoleonische Gesellschaft in Prag gegründet, die die Bau des Friedensdenkmals in Prace realisierte. Sie werschwand aber während des zweiten Weltkriegs. Dann gab es lange Jahre auf unserem Gebiet nichts Ähnliches. Eine Uniform durften damals nur Soldaten, Polizisten und Feuerwehrmänner tragen. Es war nicht wünschenswert andere Traditionen als die Verehrlichung der sowjetischen Armee zu pflegen. Aber die Leute interesierten sich trotzdem auch für ältere Geschichte. In den 70er Jahre lernten sich die Waffensammler auf den Börsen kennen.
    Einer von ihnen, Herr Petr Bernatík, kamm mit der Idee, einen Klub, der sich mit der napoleonischen Epoche beschäftigen sollte, zu gründen. Im Jahre 1972 wurde also KVH Ostrava als ein historischer Verein des Museums Ostrava gegründet. Die ersten Mitglieder waren: Václav Øeha, Josef Smékal, František Mádr, Herr Mìšánek, Josef Olšar und Karel Kocián. Sie hatten ein Klubzimmer auf der Pøívozská Strasse in Ostrava. Sie wollten aber nicht nur über die Geschichte diskutieren, sondern auch aus den historischen Waffen schießen. Im Jahre 1976 traten sie in den Svazarm (die Organisation bei der Armee) in Petøvald ein und begannen mit der Tradition der Schützentreffen.

Anfang der Verastaltungen bei Austerlitz

    Im Jahre 1973 erfuhren sie aus einer Zeitung, dass ein Belgier aus Waterloo namens Norbert Brassine am 2.Dezember nach Austerlitzt kommen würde. In der Zeitung wurde geschrieben, dass er vermutlich der Nachkömmling eines napoleonischen Soldaten sei und dass er in der Uniform über das Schlachtfeld marschieren würde. Sie trafen ihn dort und versprachen ihm, nächstes Jahr auch in den Uniformen zu kommen. Ihre Versprechung verwirklichten sie. Sie liehen sich die Uniformen im Theater. Die ersten Uniformen, die in Austerlitz erschienen, waren die der französischen Grenadiere und österreichischen Husaren. Die Waffen waren Originale, die Nachbildungen gab es damals nicht. Die Tradition wurde also damals gegründet.
    Seit dem Jahr 1979 nahmen sie an den Veranstaltungen regelmäßig teil, sie organizierten Sonderfahrten auf das Schlachtfeld. Dann kammen auch Soldaten aus Praha, Brno, Hradec Králové, Josefov und anderen Städten. Die Soldaten gemahnten aber mehr an ein wanderndes Theather als an die Armee. Sie hatten keine Stoffe für die Uniformen und jeder trug, was ihm gefiel. Es erscheinen Grenadiere, Marschälle, Generäle und sogar Mamelucken. Die Schlachten waren hektisch und gefährlich. Alles wurde aber mit Begeisterung getan. Die zufälligen Zuschauer hatten die Möglichkeit am Samstag abends ein Schlacht zu sehen und am Sonntag morgens die Kranzniederlegung bei dem Friedensdekmal in Prace. Später wurde dort auch eine Feldmesse gelesen. Diese Tradition dauert bis zum heutigen Tage, mit Ausnahme des Jahres 1987.

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Slavkov 1977

Hradec Králové 1978


80er Jahre
Verlegung nach Tvarožná



    Bis zu dem besagten Jahr wurde die politisch unerwünschte Aktivität von der Staatsgewalt toleriert. Aber dann verbot der Vorsitzende des Bezirksamtes in Vyškov die Veranstaltung auf dem Gebiet des Bezirks. Seiner Meinung nach handelte es sich um die Militärpropagande. Die Veranstaltung konnte dann nur dank der Invention des Herrn Gallé (Vorsitzender des Stadtamts in Tvarožná) stattfinden.

Austerlitz 1980 Leipzig 1981 Austerlitz 1983 Austerlitz 1983 Austerlitz 1983 Støelky 1983

Slavkov 1980

Lipsko 1981

Slavkov 1983

Slavkov 1983

Slavkov 1983

Støelky 1983


Zusammenarbeit mit den ausländischen Gruppen



Seit dem Jahr 1977 kam die Gruppe aus Belgien nach Austerlitz, und seit 1979 waren die Mitglieder des KVHs Ostrava mit der Gruppe aus Leipzig und seit 1985 mit der Gruppe aus Jena befreundet. 1981 nahmen sie an der Veranstaltung in Leipzig teil. 1984 absolvierten sie den 38 km langen Marsch aus Liebertwokwitz nach Großgörschen und zurück. Dort lernten sie auch Alain Piegeard aus Frankreich kennen, der ihnen die Stoffe für die Uniformen besorgte. Die sowjetischen Soldaten aus der Garnison in Leipzig bildeten 1988 eine eigene Gruppe und luden den KVH Ostrava nach Borodino ein.

Hradec Králové



    Die Mitglieder des KVHs Ostrava interessierten sich nicht nur für Austerlitz. Seit 1976 besuchten sie regelmäßig auch das Schlachtfeld bei Hradec Králové (Königsgratz, 1866). Sie bauten die Lager, rekonstruierten die Schlacht und besuchten das Museum. Sonntags legten sie einen Kranz bei dem Denkmal (sog. Batterie der Toten) nieder. Lange Jahre wurde das toleriert. Aber 1987 wurde in der Kirche die Messe gelesen und unsere Mitglieder nahmen daran teil. Nach der Messse luden sie den Priester zum Lagerfeuer ein und diskutierten mit ihm. Am Sonntag marschierten sie zum Denkmal, wo sie den Kranz niederlegen wollten. Zum Denkmal kamm aber damals auch der Militärattaché aus Österreich und ein Fernsehteam. Herr R. Kratochvíl in der Uniform des österreichischen Offiziers trat zu ihm und meldete ihm, dass die österreichische Armee seine Befehle entgegennhmen würde. Das war schon zu viel. Gleich nach der Abfahrt des Militärattachés kam die Polizei mit Wasserwerfern und rief: "Im Namen der Republik, geht auseinander, diese Versammlung ist ungesetzlich!" Sie mussten sich ausweisen und wurden verhaftet. Der Priester wurde ins Grenzgebiet versetzt. Und die Filmaufzeichnung des Fernsehteams wurde beschlagnahmt.

Wachau 1984 Leipzig 1985 Austerlitz 1985 Aspern 1989 Austerlitz 1989

Wachau 1984

Leipzig 1985

Austerlitz 1985

Aspern 1989

Austerlitz 1989


90er Jahre



    In den 90er Jahren verschwanden die amtlichen Behinderungen, und der KVH Ostrava konnte legal existieren. Die Gruppe hatte 30 Mitglieder, war komplett ausgerüstet und ausgebildet, sie hatte auch einen Trommler und eine Fahne. Die Freiheit brachte aber Differenzen und 1989 teilte sich die Gruppe in die französische und österreichische Abteilung. Sie nahmen teil an Veranstaltungen im Ausland (z.B. Waterloo 1990, Marengo, Loano, Milano, Tolentino) und spielten als Komparsen in Filmen. 1992 erlosch aber die französische Abteilung und seit 1996 übernahm die Initiative die Gruppe aus Nový Jièín. Nach 1997 zeigte schon KVH Ostrava schon fast keine eigene Aktivität. Es blieben nur die allertreuesten Mitglieder und die mussten als Söldner in fremden Gruppen auftreten.

Waterloo 1990 Leipzig 1990 Milano 1995 Austerlitz 1998 Tolentino 1998 Elba 1999

Waterloo 1990

Leipzig 1990

Milano 1995

Austerlitz 1998

Tolentino 1998

Elba 1999


Nach 2000



    Diese Mittglieder wollten nicht, dass KVH Ostrava erlischt und im 2001 begannen sie mit der Neugestalgung. An der ersten Versammlung nahmen 16 Leute teil. Als Präsident wurde L. Partyka gewäht. Das erste Jahr war reich an Veranstalgungen. Wir nahmen an diesen in Sarzana, Großgörschen, Klimkovice, Zlaté Hory, Leipzig, Jena und Austerlitz teil. Die Gruppe besorgte auch eine neue Ausrüstung und begann von neuem Befehle üben.
    2002 hatte die Gruppe schon 33 Mitglieder. Sie organisierte selbstständig die Veranstalgung auf der Burg Hukvaldy (Maria-Theresia-Tage) und nahm an Veranstaltungen in Großgörschen, Klimkovice, Frýdek-Místek und Austerlitz teil.
    2003 hatten wir schon 47 Mitglieder. KVH Ostrava wurde zu einem der Gründungsmitglieder der Organisation CENS. Im Mai organisierten wir wieder die Veranstaltung auf der Burg Hukvaldy (Bauernaufstand 1776-1778), wir nahmen teil an Veranstaltungen in Chlumec, Rožnov pod Radhoštìm, Dennewitz und Austerlitz. Die neu dazugekommenen Mitglieder wurden ausgerüstet und ausgebildet.
    Heutzutage ist KVH Ostrava wieder große und starke, komplett ausgerüstete und ausgebildete Gruppe. Der Oberbefehlshaber unserer Gruppe hat die Charge des Hauptmanns, wir haben auch 2 Korporäle, den Fahnenträger und den Trommler.

Marengo 2000 Nysa 2002 Golfe Juan 2003 Dennewitz 2003 Askim 2004 Bartošovice 2004 Loano 2004 Petøvald 2004

Marengo 2000

Nysa 2002

Golfe Juan 2003

Dennewitz 2003

Askim 2004

Bartošovice 2004

Loano 2004

Petøvald 2004